El tiempo corre…

… die Zeit rennt und die ersten drei Monate meiner Reise sind nun schon vergangen. Ich habe lange nichts von mir hören lassen, liebe Leser. Warum? Man könnte behaupten, dass ich hier „sozialen Stress“ habe. Ich habe in den letzten Wochen sooo viele liebe Leute kennen gelernt und darf soooo viele Sachen erleben, dass ich kaum Zeit finde, Fotos für euch hochzuladen und euch zu berichten. Aber jetzt ist es einmal wieder soweit. Los geht’s!

IMG_1610Vom 31. Oktober bis 02. November war ich mit fünf Jugendlichen aus der Gemeinde auf dem Jugendkongress in Temuco. Unter dem Thema „Suchen und Finden der wahren Freiheit in Jesus“ auf Basis des Galatherbriefes verbrachten wir zusammen drei intensive und prägende Tage in einer Schulsporthalle mit vielen vielen anderen Jugendlichen der anglikanischen Kirche Chiles.

IMG_1695Neben den gemeinsamen Gottesdiensten, aßen wir zusammen (manchmal aus Platzmangel auch auf dem Fußboden, aber das war super zur Gruppenstärkung), spielten wir Karten-/ Sprech- und sonstige Spiele (in der Regel zur Belustigung der Jugendlichen durch meine Sprachmissverständnisse), sangen und teilten unsere Erfahrungen aus den einzelnen Workshops, die wir zu dem Oberthema besuchten.

IMG_1687Warum intensiv und prägend? Weil es einfach immer wieder bewegend und aufregend ist, sich mit Jugendlichen auf die Glaubensreise zu begeben. Ausserdem waren sie es wohl nicht gewohnt, dass ihre Begleitperson einfach manchmal ein bisschen „loca“ ist und ziemlich viel Blödsinn im Kopf hat 🙂 Für mich selber war das Wochenende ebenfalls ein Gewinn, weil ich nicht nur sprachlich, sondern auch themenbezogen wieder vieles und neues lernen durfte.

Neben dieser Aktivität habe ich mithilfe einiger Gemeindemitglieder im Garten der Kirche gearbeitet, um ein bisschen Ordnung rein zu bringen und ihn zu einem Ort der Ruhe und des Wohlfühlens zu gestalten. Bis zu meiner Abreise aus Valdivia bleibt hier jedoch noch einiges zu tun. Hinzu kommt der häufige Regen, auchwenn wir aktuell Sommerzeit haben. Die Gartenhelfer packen gerne mit an und lassen sich in der Regel auch auf meine Vorschläge ein. Leider musste ich aber auch schon feststellen, dass Gartenarbeit für den einen oder anderen (Mann) bedeutet, einfach alles rauszureißen, was grün ist. Wie schade für die Blumen… Oder warum Holz so aufstappeln, dass es nicht bei dem nächsten Sturm umkippt (Danke Papi an dieser Stelle 🙂 ) bzw. dass es ein bisschen ordentlich aussieht? Da bin ich dann doch öfter mal froh, dass ich die Sprache nicht so gut beherrsche 😉

Was ist noch gelaufen in der Gemeinde? Weitere „Kurse“ mit den Lehrern des IMG_20141113_204414[1]Kindergottesdienstes (Themen: z.B. Glaubensentwicklung bei Kindern, Elemente bei der Vorbereitung – Durchführung IMG_20141120_205445[1]– Nachbereitung des Kindergottesdienstes), die noch zu ergänzen sind. Aber gerade in der Vorweihnachtszeit war es für uns alle schwer, Termine zu finden und effektiv zu arbeiten. Hinzukommt, dass mit Ende des Kalenderjahres hier auch das Schuljahr sowie das Gemeindejahr zu Ende geht. Das bedeutet, dass alle bis März in Ferienstimmung und Sommerferien sind. Ich hoffe, dass wir in den ersten zwei Januarwochen noch einmal ein Treffen machen können. Ansonsten wird das ausgearbeitet Konzept an die Hauptansprechpartnerin gehen und sie muss damit arbeiten.

Qué más? („Was noch?“) Wie man hier so schön sagt? 🙂 Ich durfte an mehreren Vorbereitungen für Gottesdienste teilnehmen, in denen ich unterschiedliche Rollen eingenommen habe. In der Regel bin ich für die „Belustigung“ zuständig, d.h. ein Sketch mit den Jugendlichen, eine Powerpoint zur Untermalung der Predigt, Akteurin in einer Theaterauffühurng, etc. Das ist toll, denn dadurch lerne ich nicht nur die Sprache super schnell, sondern auch die Leute in der Gemeinde besser kennen. Und ich freue mich jedesmal, wenn sie aufgrund meiner Sprachtollpatschigkeit etwas zum Lachen haben.

Apropos Sprache… Dank Anita durfte ich weitere Personen kennenlernen, die mir das Leben hier in Valdivia einfach super schön machen. Durch Ann-Cathrin, Sprachassistentin an der Universität hier in Valdivia und ihren zweiwöchentlichen Stammtisch, an dem Deutsche und Chilenen, die deutsch lernen, teilnehmen, bin ich unter anderem mit Maika in Kontakt gekommen. ❤ Liebe Maika, danke für die tollen Zeit, die wir hier miteinander verbracht haben. ❤

 

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42 Stunden in Paraguay

Ein <3- liches „Nele-Hallu“ aus Asunción, der Hauptstadt Paraguays. „Wieso jetzt doch Paraguay?“ fragen sich vielleicht einige 😀 Es gab eine kleine Planänderung, zu der wir uns am Flughafen von Foz do Iguazu (Brasilien) vor ein paar Tagen spontan entschieden haben. Das Gespräch zwischen Ersen und mir verlief ungefähr so: „Asunción?“„Why not? Wenn wir uns doch gerade hier im Dreiländereck Brasilien – Argentinien – Paraguay befinden, warum sollen wir uns nicht noch ein Land anschauen.“ Also sind wir gestern Nacht von Foz do Iguazu (Brasilien) mit dem Overnight Bus hierher gefahren. Wir haben im Übrigen in den letzten drei Monaten nun schon eine ziemlich lange Strecke hinter uns gelegt. Um genau zu sein

16.000 km per Bus, 4.000 km per Inlandflüge

und 450 km per Schiff.

Auf jeden Fall werden wir hier in Asunción bis morgen bleiben, um die Stadt noch ein wenig weiter zu erkunden und Fußkilometer zu sammeln. Deshalb werde ich euch erst in dem nächsten Blogeintrag von diesem netten Örtchen berichten.

Eines kann ich schonmal festhalten: Hattet ihr schonmal einen 100.000er als Geldschein in der Hand und rechnet mit Beträgen in diesem Zahlenbereich?  Zur paraguayanischen Währung hier zählen Geldscheine ab 2000 Guarani und mit einem Umrechnungskurs von 5400 PYG zu 1 € zückst du dann schonmal die größeren Scheinchen, um dir ein kleines stilles Wasser zu kaufen 🙂

DCIM100GOPROG0012092.Mein letzter BlogeinDSC_9456trag hat euch auf meine Reise bis nach Rio de Janeiro genommen. Immernoch bin ich fasziniert von und verliebt in diese wunderschöne Stadt. Rio hat mich definitiv nicht zum letzten Mal gesehen.

Zumal eine Sache aufgrund der schlechten Wetterbedingungen zum geplanten Zeitpunkt ausfallen musste und noch noch offen ist …

Wie ging es dann nach Rio de Janeiro weiter auf meiner Reise? )

Belo Horizonte (BRASILIEN)

DCIM100GOPROG1312653.Besuch von Marina Gomez, ihrer Mama und ihren Freunden, Marina ist eine Freundin von Ersen und nun auch von mir <3, Unterkunft bei ihr und ihrer Mama, was ein Gefühl wie „Zuhause 11115997_833544093368008_464203588_nankommen“ war, hier wurde uns bewusst, was der Spruch „Mi casa es tu casa“ wirklich bedeutet…

Belo Horizonte ist Brasiliens drittgrößte Stadt, eigentlich reizloser Betondschungel aber mit schnukkeliger Innenstadt, schönen Museen und architektonischen Meisterwerken von Oskar Niemeyer; eine Zeit bei Locals, in diesem Fall bei „Brasiljenern“ ermöglicht einem einen differenzierteren Einblick in das Land, weil man mehr über Werte, Normen, Gewohnheiten, Küche, Feiereien, etc. mitbekommt

 Ausflug nach Ouro Preto, einer ehemaligen Kolonialstadt und Brasiliens frühere Goldhauptstadt, wo bis heute noch Mineralien und Gold abgebaut werden; Wasserfall in Grotte durch Klettern besucht

Arrail do Cabo (Brasilien)

IMG_5483in  Rio haben wir Nicole aus Österreich kennen gelernt, die dort lebt und die wir besuchen konnten; Arrail ist ein kleiner Surferort mit wunderschönen Stränden; mit Locals am Lagerfeuer AbIMG_5496ende verbracht; erste Surferfahrung gemacht und für „Sehr unterhaltsam“ empfunden, nur meine Hüftknochen fanden den Paddelspaß raus zu den Wellen nicht so lustig…

Salvador de Bahia (Brasilien)

IMG_6143Stadt aus Michael Jacksons Musikvideo „They don’t care about us“(https://www.youtube.com/watch?v=QNJL6nfu__Q), geprägt durch afroamerikanische Kultur, da zur Kolonialzeit hier die Sklaven aus Afrika ankamen, um für die portugiesischen Mächte z.B. auf den Zuckerrohrplantagen zu arbeiten; dieses Erbe spürt man bis heute in der lebendigen Musik, Küche und Lebensart der Afrobrasilianer; Stadt des Capoeiras (Kampftanz), Sambatanzes und –rythmus (–> berühmte Trommelgruppe Olodum im Musikvideo) und der Candomblé-Religion (afrikanische Kulte der Sklaven vermischt mit dem katholischen Christentum); das ist die vermeintlich schöne Seite Salvadors

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Von Drogen gezeichnete Menschen – Kinder, Jugendliche, Alte, Männer, Frauen – bitten dich um Geld oder greifen dir aus der Hand heraus deinen Eisbecher, Obdachlose liegen auf dem Gehweg, sodass du drüber steigen musst, die Gebäude sind teilweise heruntergekommen und Diebstahl, Gewalt und Missbrauch stehen auf der Tagesordnung; das ist die andere hässliche Seite Salvadors…

 Unser Fazit für Salvador: speziell

In dieser Zeit haben wir eine Entscheidung bzgl. unserer Reiseroute getroffen. Ursprünglich war geplant, dass wir weiter die Küste Brasiliens in den Norden ansteuern, um dann über Belem/ Manaus und den Amazonas nach Peru zu kommen. Unabhängig voneinander kam Ersen und mir aber das Gefühl, dass wir das nicht so machen sollten (krasse Kurzzusammenfassung). Also haben wir uns nach vielem hin- und herdenken entschieden, nach dem Abschied von Rafael von Salvador nach Foz do Iguazu zu fliegen und den Norden Brasiliens auszulassen.

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Morro do Sao Paulo (Brasilien)

  Insel vor Salvador, nur zu erreichen mit Bootsüberfahrt; Ort zum Schnorcheln (ich hab dabei eine Babyschildkröte gesehen – YEAH 🙂 ), Relaxen, Sonnenuntergang genießen, Feiern auf Beachpartys, an menschenleeren Stränden Seele baumeln lassen, einfach paradiesisch…

11119571_10152729040071714_1047560940_nNachdem wir von Morro do Sao Paulo zurück gekommen sind, haben wir uns von Raphael Karl Dürr nach drei Monaten gemeinsamen Reisen verabschieden müssen – schluchz, heul, wein…

Foz do Iguazu (Brasilien)

auf dem „Hinweg“ waren wir bereits hier um die berühmten Wasserfälle von der brasilienischen Seite aus zu sehen, jetzt haben wir die Stadt noch anderweitig erkundigt: Vogelpark (Bilder folgen, seid gespannt), Buddha Tempel, Moschee, Terminal, Supermarkt und abschließend mal eben nach Ciudad del Este (Paraguay) gelaufen

Unser nächster Stop wird bei Freunden in Resistencia (Argentinien) sein. Dort hoffe ich auf einen vernünftigen PC Anschluss, sodass ich endlich mal noch ein paar Bilder online stellen kann.

Vor uns liegen nun noch knapp 2 1/2 Monate durch die verschiedensten Länder Südamerikas mit einigen Highlights wie der Atacama Wüste in Chile, den Salzsee Uyuni in Bolivien oder auch Machu Picchu in Peru. Manchmal schauen wir uns Fotos der letzten Zeit an und versuchen dabei die Realität des Trips (be-)greifen zu können. Aber es ist und bleibt erstmal unbegreiflich…

Zum Schluss möchte ich wieder einen Gedanken mit euch teilen, auf den ich durch ein prägendes Gespräch gekommen bin. Khaled Hosseini schreibt in seinem Roman „Der Drachenläufer“

Diebstahl ist die größte Sünde

Materialistischer Diebstahl ist eine Straftat und wird in Deutschland strafrechtlich verfolgt. Wie oft lassen wir uns auf eine andere Art und Weise bestehlen in oder stehlen gar selber Zeit, Freude, Vertrauen, Genuß, Ruhe, Liebe, Respekt, Kraft, Mut, Glaube und und und…

Und wie gehen wir mit der Straftat um?

Ein offenes Herz beim Nachdenken wünscht euch

eure Nele :-*

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Whatever you like

Ich habe ein Lieblingslied: „Whatever you like“ (Was immer du willst) von T.I., in dem eine Zeile lautet „You can go whereever you like“. Hatte ich beim ersten Hören vor Jahren noch definitiv andere Antizipationen, so sind sie aktuell wohl eher folgendermaßen:

Packe Mut, Bereitschaft zur Veränderung, Kontaktfreude, Offenheit, Entscheidungskraft, Lebensgenuß, Gottvertrauen und Alltägliches wie Anziehsachen in deinen Backpacker und du kannst gehen, wohin du gehen willst und machen, was du willst.

Ich bin nun seit über einem halben Jahr unterwegs in Südamerika und bereue keine einzelne Minute davon. Abends danke ich GOTT für alle neuen Erfahrungen, Erlebnisse, alle Menschen, die ich kennen lernen darf und jeden Moment, den ich hier erleben darf. Ich habe durch die Reise ein grandioses Geschenk erhalten. Natürlich gibt es schwierige Momente, in denen ich mich zum Beispiel bei Heimweh schnellstmöglich nach Hause wünsche oder der Wunsch nach einem routinierten Alltag größer ist als die spannende Herausforderung des Backpackens. Aber auch diese Situationen versuche ich positiv anzugehen und wie es scheint, klappt es ja, denn schließlich bin ich noch hier auf meinem Reisetrip als Backpackerin 🙂  Normalerweise habe ich für alle anderen Geduld, nur mit mir selber bin ich ungeduldig. Ich habe allerdings erkannt, dass man höflich zu sich selber sein muss, wenn man was Neues lernt.

Seit Januar reisen wir nun herum. Dabei beschränkt sich die Gruppe selten nur auf uns drei Freunde (Nele + Ersen + Raphael), denn man lernt an den unterschiedlichsten Orten in unterschiedlichsten Situationen unterschiedliche Menschen kennen, die sich dann unserer Gruppe anschließen und mit uns etappenweise weiterziehen. So durfte ich in den letzten Wochen viele Menschen als neue Freunde in mein Herz schließen und erneut feststellen, dass Freundschaft keine nationalen, religiösen, wirtschaftlichen oder sonstigen Grenzen hat. Es ist ein unglaublich schönes Gefühl, wenn du so viele Menschen in dieser besonderen Phase deines Lebens kennenlernst.

Du kannst gehen, wohin du gehen willst… Wo waren wir bereits unterwegs? Hier eine kleine Zusammenfassung:

ValpIMG_0472araiso (CHILE): am Hang gelegene Hafenstadt und berühmter Künstlertreffpunkt fürIMG_0402 internationale Streetartisten und Graffitisprayer – blüht vor Kreativität und alternativem Lebensstil

Santiago (CHILE): Hauptstadt Chiles, hat mich leider nicht besonders begeistert

DSC_8343Puerto Varas (CHILE): geplante Vulkanbesteigung, die aufgrund von schlechtem Wetter ausgIMG_1150efallen ist; dafür „missverständlich“ erste Outdoorerfahrungen in Cochamo gesammelt

Bariloche (ARGENTINIEN): für mich nichts Neues, weil ich bereits im Dezember mit Maika dort war

IMG_1625El Calafate (ARGENIMG_1479TINIEN): letzter kalbender „wachsender“ Gletscher der Welt namens Perito Moreno; man kann Eisbrocken in das Wasser stürzen sehen -unbeschreibliches Gefühl –

IMG_2313Puerto Natales (CHILE): Ausgangspunkt für die folgendeIMG_2364 7-tägige Trekkingtour im Nationalpark Torres del Paine mit Rucksack, Zelten, Verpflegung und allem Equipement; atemberaubende IMG_2286Landschaft + kör perliche Herausforderung + Outdoorerfahrung(Bisschen windig war es… Zweimal hat es mich samt Gepäck ins Gebüsch geweht!)IMG_1924IMG_2108

IMG_2410Ushuaia (Argentinien): südlichste Stadt der Welt  mit einem Ausblick ins NichtsIMG_2569, Stück Geburtstagstorte für umgerechnet 7 Euro („Ja, freilich…“)

   

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BuenoIMG_3562s Aires (ArgentiIMG_3533nien): Hauptstadt Argentiniens, architektonisch wunderschöne Stadt durch eine Mischung aus restaurierten Altbauten und jungen Vierteln, Stadt des Tangos,  Steaks und Fussballs

Montevideo (Uruguay): Hauptstadt Uruguays, schnuckelige Kleinstadt, laut Lonley Planet die quierligste Stadt Südamerikas –> „Unsicher“

Punta del Diablo (Uruguay): kleines knuffiges Surferdorf mit tollem Strand, Mädchentraum erfüllt und mit Schimmel am Strand im Sonnenuntergang galoppiert, geniale Leute kennen gelernt, die uns teilweise begleitet haben bzw. die wir in den folgenden Orten zufällig wieder getroffen haben

DSC_8950  DSC_8973 DSC_9126DSC_8962 Puerto Iguazu (Argentinien): atemberaubende Wasserfälle, gelten zu den Weltwundern, Tour in die Wasserfälle hinein DSC_9097gemacht und… Nasenbären wohnen auch dort

Florionopolis (Brasililen): Surferort, weißer Dünenstrand, zufällig Freunde aus Punta del Diablo wieder getroffen, Ort zum runterkommen und relaxen in der Hängematte, Kokosmilch direkt aus der Nuss am Strand ❤ Sport am Strand ausprobiert (–> genauso anstrengend wie in Deutschland!), Rollertour über die Insel gemacht, um festzustellen, dass das immernoch megggaaa Spaß macht, erste kulinarische Erlebnisse gehabt mit Acai (Eis aus nationaler Frucht mit z.B. Erdbeeren-, Mangoscheiben, Granulat und Schokosauce)

Rio de JaneDCIM100GOPROG0842399.iro (Brasilien): Hauptstadt Brasiliens, CDSC_9523risto Statue (einer der Momente, in denen man Gänsehaut bekommt und realisiert, was man gerade eigentlich erlebt), Zuckerhut, Strand Ipanema und Copacabana ausgekostet, Treppenstufen aus Musikvideo „Beautiful“ von Snoop Dog, Samba in Lapa, ein Teil von uns ist dort geblieben 🙂

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Ihla Grande (Brasilien): eine der schönsten Inseln Brasiliens, Wochenendausflug, vergnügliche Anreise, nur per Bootsfahrt zu erreichen, Riesenkrabben kreuzen Fußweg, bei Rückfahrt falsche Stadt angesteuert, aber YOLO ❤

Anschließend waren wir in Belo Horizonte (Brasilien) und Arraial do Cabo (Brasilien), aktuell sind wir in Salvador do Bahia (Brasililen) und fahren jetzt dann auf eine Insel namens Morro do Sao Paulo (Brasilien). Davon werde ich euch dann bald berichten.

Zum Schluss möchte ich euch noch einen Gedanken mitgeben:

„Öffnet eure Herzen, damit ihr erkennt, worauf es tatsächlich ankommt und damit ihr annehmt, was euch täglich gegeben wird!“

Passt auf euch auf,

eure Nele

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Abschied auf Zeit

Nur schwer habe ich mir ausmalen können und auch wollen, dass der Zeitpunkt kommt, in dem ich mich in Valdivia verabschieden muss und meine Reise durch Südamerika beginnt. Ich wusste, dass er kommt und mit jedem Tag, der näher an den 21. Januar 2015 heranrückte, stieg meine Vorfreude und meine Spannung Freunde aus Deutschland zu begrüßen und neue Abenteuer zu erleben.

Und zugleich spürte ich eine Traurigkeit, die Personen und die Erlebnisse in Valdivia zurückzulassen. In den letzten vier Monaten ist Valdivia für mich zum Inbegriff einer neuen Heimat geworden, in der ich viele gute neue Freunde gefunden habe. Ich kann es noch schwer in Worte fassen, weil viele Emotionen, Eindrücke und Gefühlseindrücke noch sehr frisch sind. Ich durfte hier so viele Personen kennen lernen, die einen festen Platz in meinem Herzen eingenommen haben: Rosemarie und Ricardo (meine liebevollen Gasteltern), Anita und Pablo mit Dani und Frani (Berater, „Wochenendeltern der Studentin“, Wegbegleiter in Valdivia und in der Zukunft), Janet (Chefin des Cafes mit den leckersten empanadas Chiles) mit Nacho (Songschreiber und Sänger), Barbara (yiahhh), Mati (what??) und Isi, Nancy und Lorenzo mit Ninfa (meiner persönlichen Lehrerin), Diego und Coni (Pärchen aus Temuco, die sich immer als „los corazones“ vorstellen, was „Herzen“ heißt), Pablo, Maika und Anne (zwei wundervolle Mädels aus Deutschland <3), Claudio („Wie schön“) und viele andere Personen, die meine Zeit in Valdivia intensiv, prägend und einfach nur wunderschön gemacht haben.

Ich durfte hier aber nicht nur andere Personen kennen lernen, sondern noch etwas sehr persönliches erkennen, was ich gerne mit euch teilen möchte. Einer der Gründe für meine Reise und meine Distanz zu meinem gewohnten Umfeld war, zu finden, was mir fehlt. Ich spürte eine Vermisslichkeit und Unvollständigkeit in meinem Leben. Und ich weiß jetzt, was mir gefehlt hat: meine Beziehung zu GOTT und die Gemeinschaft mit anderen Christen. Viele von euch wissen, dass ich Christin bin. Wer es nicht wusste, weiß es jetzt J Dank meiner Eltern durfte ich GOTT kennen lernen. Doch durch einige persönliche Umstände in meinen letzten Jahren habe ich mich immer mehr von meinem Glauben entfernt. Ich bin dankbar, dass ich hier einen Neuanfang auf meinem Weg als „hija de Dios“ tun durfte…

Was habe ich alles in Valdivia erlebt? Mit all diesen Personen und GOTT habe ich viele, viele, viele Sachen erlebt. Ein paar Sachen, habe ich zu Beginn meiner miserablen Laufbahn als Blogschreiberin (an dieser Stelle ein großes „SORRY“), schon mal angerissen. Hier eine oberflächliche Zusammenfassung der Aktivitäten:

  • Kurse für die Mitarbeiter des Kindergottesdienstes mit Themen wie „Glaubensentwicklung bei Kindern“, „Elemente des Kindergottesdienstes“, „Aufgaben und Rollen des Mitarbeiters“, „Planung und Durchführung von Kindergottesdiensten“
  • Konzept für Kindergottesdienst hinsichtlich des kommenden Kirchenjahres
  • Jahreszeitliche und allgemeine dekorative Veränderungen im „CAFÉ ENCUENTRO“ von Janet z.B. transparente Tischunteruntersetzer mit einem Bibelvers, Fotowand, Aussenbereich
  • Unterstützung bei der Weiterentwicklung des Konzeptes des Cafés z.B. Wifi Zone eingerichtet, Broschüre für Kunden
  • Gartenarbeit mit der Gestaltung einer Ruheecke, Müllbeseitigung, angleichen von Unebenheiten, Holz aufstapeln, Äste zu Brennmaterial verarbeiten
  • Spielerische und kreative Aktivitäten in den Jugendstunden (samstags) und Frauenstunden (freitags)
  • Unterstützung bei der Gottesdienstgestaltung z.B. Sketch mit Jugendlichen, Umfrage im Einkaufszentrum, Theaterrolle in Anspielen (super geeignet, um die Sprache zu lernen), Themenausarbeitung
  • Reise nach Pucon (Chile) und Bariloche (Argentinien) mit Maika, aber auch viel Zeit mit „Berlin“ in Valdivia verbracht (Ich vermisse dich, Maika…)
  • Deutscher Stammtisch: jeder zweite Mittwoch im Semester hat Anne ein Treffen organisiert mit Spielen, Feiereien und Austausch zwischen Deutschen und Chilene, die bei ihr Deutsch lernen
  • Christliche Freizeit über Silvester und Neujahr in Caburgua (Nähe von Pucon), auf der ich „los corazones“ und Pablo kennen gelernt habe
  • Jugendkongress der anglikanischen Kirche Chile mit den Jugendlichen aus Valdivia
  • Ausflüge nach Niebla und die Umgebung von Valdivia sowie innerhalb der Stadt, um die Heimat meiner neuen Freunde kennen zu lernen

Ja, so viel zu einer knappen Zusammenfassung der Aktivitäten in den letzten Monaten J Daneben habe ich viele persönliche Begegnungen gehabt, die meinen Alltag ebenfalls gut mit Gesprächen und anderem ausgefüllt haben.

So geht eine erfüllte Zeit in Valdivia vorbei, aber „No es un adios, es una despedida temporal“ („Es ist kein Tschüss, es ist eine Verabschiedung auf Zeit“) wie es der Refrain des Liedes sagt, dass ein Jugendlicher für mich auf der Abschiedsfeier der Gemeinde geschrieben und gesungen hat. Und in diesem Sinne verabschiede ich mich für eine Zeit von Valdivia und begebe mich auf die große Reise durch Südamerika..Nächster Halt: Santiago und Valparaiso 🙂

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Das Wochenende in der Gemeinde

Halli Hallo 🙂 Heute möchte ich euch kurz von dem vergangenen Wochenende berichten, welches für die Mitarbeiter aus dem Kindergottesdienst am Samstag und für mich am Sonntag ein Erlebnis war.

Eine meiner Aufgaben in der Gemeinde hier (nähere Infos zur Kirche/ Gemeinde: http://www.iach.cl/iglesias-2/ -> IGLESIA LA TRINIDAD Carampangue 352, Valdivia) ist die Schulung der Mitarbeiter vom Kindergottesdienst. Viele davon haben keine Ausbildung im pädagogischen Bereich, lieben aber Jesus und die Arbeit mit Kindern. Deshalb sind sie super interessiert an Methodik, Didaktik und dem ganzen Zeug, das ich in den letzten Jahren wohl ausreichend vermittelt bekommen habe. Deshalb plane ich Workshops mit Themen wie „Wir als Team“, „Effiziente Vorbereitung des Kindergottesdienstes“, „Der Glaube von Kindern“, etc. Unterstützt werde ich dabei von Anita, die mir neben vielen tollen Inputs vorallem beim Dolmetschen hilft. Denn das traue ich mir noch nicht zu. Naja und so haben wir uns am Samstag getroffen und das Thema „Wir als Team“ begonnen. Ursprünglich war geplant, dass wir noch ein weiteres Thema machen. Nachdem wir dann aber letztendlich vollzählig waren (Dazu müsst ihr wissen, dass Pünktlichkeit für die Chilenen ein Fremdwort ist. Anfangszeit war 15Uhr, um 16.30Uhr waren dann alle da. Und das ist immer so… Im Gottesdienst, bei Veranstaltungen, etc. Da sind wir mit der Kreß‘ schen Halbestunde, liebe Familie, gar nicht weit von entfernt ❤ ), begonnen wir mit einer Bibelarbeit (Matthäus 25, 14-30) und verbanden dies gleich mit der Praxis: die Erwachsenen hatten die Aufgabe, sich mit ihren Talenten, aber auch Ängsten und Träumen bzgl. des Kindergottesdienstes auseinanderzusetzen. Und welche Methode bietet sich da gut an: natürlich der Gallery Walk 😉

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Die Kigo Mitarbeiter waren mit vollem Einsatz dabei, was eine produktive Weiterarbeit verspricht. Ich bin gespannt! Bitte begleitet diese Arbeit mit euren Gedanken! Und natürlich auch gerne mit Ideen. Es stehen z.B. noch Workshops zum Thema „Theater mit Kindern“ an. Ich freue mich über hilfreiche Inputs 🙂

Vom 31. Oktober bis zum 02. November fahre ich mit den Jugendlichen zum nationalen Jugendtreff der anglikanischen Kirche in Chile (Congreso Nacional de Jóvenes Anglicanos Temuco 2014: http://www.iach.cl/th_event/congreso-nacional-de-jovenes-anglicanos-temuco-2014/) Zur Finanzierung der Fahrt wurden bisher einige Kampagnen gestartet. Unter anderem auch der Verkauf von „Pullmay“ am Sonntag, was wir gemeinsam dann gegessen haben.

Das ist ein landestypisches Gericht mit den deftigsten Zutaten, die es wohl gibt: IMG_1514 IMG_1515 IMG_1512    IMG_1516

Gegessen wird dieses Gericht grundsätzlich nur mit der Hand, weshalb ich mich auch gefragt habe, warum sie Besteck auf den Tisch gelegt haben. Letztendlich war das aber egal, denn es hat einfach nur genial geschmeckt: Muscheln, ein Hühnchenschenkel, ein Stück Wurst, ein Stück geräuchertes Fleisch und eine Kartoffel, zusammen gekocht in einem Netz. Danach habe ich dann aber nix mehr gebraucht und der Spaziergang im Botanischen Garten kam wie gerufen.

Also, wir ihr seht: Es ist doch sehr erlebnisreich  – für die anderen und für mich 🙂 Bis bald!

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Rund um Valdivia

Anlässlich des 7. Geburtstages der Región de Los Ríos gibt es nun ein paar grundlegende Informationen rund um ihre Hauptstadt Valdivia.

Das „spindeldürre“ Chile, das sich mit 4300 km über den halben Kontinent Südamerika erstreckt und zwischen den Anden (bereits gesehen 🙂 ) auf der einen und dem Pazifik (bereits gespürt 🙂 ) auf der anderen Seite eingegrenzt wird, ist in 14 Verwaltungsregionen eingeteilt, wobei Santiago als Hauptstadt des Landes das politische Zentrum darstellt. Die Nummerierung verläuft von Nord nach Süd – einzige Aussnahme ist die Región XIV, da diese Región um Valdivia erst von der Región X abgetrennt wurde und seitdem eigenständig ist. (Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Regi%C3%B3n_de_Los_R%C3%ADos) Zu diesem historischen Anlass gab es hier eine große Feier, einen ökumenischen Gottesdienst mit dem römisch-katholischen Bischof sowie eine Militärparade, mit dem Nationaltanz Cueca vom Bürgermeister Valdivias und einem Gruß der Schulen

IMG_1232IMG_1234  IMG_1253 IMG_1259 IMG_1262 IMG_1246 IMG_1250 IMG_1265

Wie der Name der Region schon sagt, ist sie landschaftlich mit zahlreichen Flüßen versehen, die in der Regel im Pazifik münden. Und so liegt auch Valdivia an mehreren Flüßen (Río Calle Calle, Río Cau Cau, Río Valdivia, Río Cruces) und nur knapp 15 Kilometer vom Pazifik entfernt. (Valdivia auf der Karte: https://www.google.de/maps/dir/Valdivia,+Regi%C3%B3n+de+Los+R%C3%ADos,+Chile//@-39.8321037,-73.2286954,8487m/data=!3m2!1e3!4b1!4m9!4m8!1m5!1m1!1s0x9615ee891aab33e5:0x35c9b4ab79b2d79b!2m2!1d-73.24521!2d-39.819586!1m0!3e0 ) Um zu einem der für mich bisher schönsten Orte zu kommen, muss man die Isla Teja überqueren, die zu der Stadt dazugehört und einen wichtigen Stellenwert in der Vergangenheit der deutschen Einwanderer, in der Gegenwart der Universidad Austral de Chile und in der Zukunft der Forstwirtschaft, der Agronomie und Veterinärmedizin hat. Aber eines nach dem anderen…

Valdivia wurde mit ihrer Namensgebung (Erforschung im Auftrag von Pedro de Valdivia) am 09. Februar 1552 gegründet. Sie war eine der wenigen ummauerten Städte der Spanier an der Pazifikküste und eine Festung im Kampf gegen die Mapuche.

Spanier, Mapuche….? Jetzt zeigt sich, ob ihr im Geschichtsunterricht aufgepasst habt 😉

Bis heute stehen letzte Erinnerungsmerkmale aus dieser Zeit.  Noch bis in das Jahr 1820 (1818 Unabhängigkeit Chiles) blieb Valdivia unter spanischer Kontrolle, die die Hafenstadt vorallem zur Seeseite hin stark befestigte (siehe Foto unten).

Ab 1846 begann mit Carlos Anwandter die Zeit der Imigration vieler Deutscher, die sich auf der Teja Insel niederließen . IMG_1165Weitere Infos zur Insel kommen noch. Diese Insel wurde auf jeden Fall jedoch erst im Jahr 1939 mit einer Brücke offiziell an die Stadt angeknüpft. Vorher mussten die Menschen per einfachen Boote übersetzen, wie mir eine Einheimische aus der Gemeinde erzählte.

Bis zum Bau des Panamakanales im Jahr 1914 galt Valdivia mit ihren Werften als der Anfahrtspunkt für viele Schiffe auf ihrer Route um das Kap Hoorn an der Südspitze Südamerikas.

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Neben diesen Glückszeiten erlebte Valdivia jedoch auch dunkle Zeiten:

1899 Überschwemmungen, 1907 Erdbeben, 1909 Großbrand mit enormen Verlusten, 1960 schlimmstes Erdbeben der Welt mit Tsunami:  1655 Tote, 3000 Verletzte und zwIMG_1125ei Millionen Obdachlose, Verlust von 40% der Gebäuden – viele davon ursprünglich deutsche Herrenhäuser, die leider nur teilweise bis heute renoviert wurden.

Spaziert man hier über die Landkarte, fallen einem nicht nur die ganzen Gewässer auf, sondern auch die damit verbundene Vegetation. Nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt gen Norden, Osten, Süden, Westen und man steht im Grünen. Überall gibt es angelegte und wilde Parkanlagen, Wälder, Grünflächen, Feuchtgebiete und und und… Geprägt sind diese von einheiIMG_20141006_134234mischen sowie von als Folge der Imigration, Fischerei und Kolonialiasierung eingetragenen Pflanzen. Da sieht man schonmal eine Tanne neben einer Palme wachsen.

Besonders eindrucksvoll war das auch auf der Isla Teja (Teja=Ziegelsteine). Die ist sowieso total knuffig – auchwenn von Gegensätzen bestückt. Neben einem Bereich mit den unterschiedlichsten modernsten Museen zur deutschen Geschichte vor Ort einschließlich eines süßen Museumscafé (und endlich mal wieder Bohnenkaffee, nachdem es hier nur Instantpulver gibt), gibt es den Uni Campus, eine deutsche Schule, das Armen- und Reichenviertel. Und nicht zu vergessen: Wasser und Bäume! Für heute soll es mal der Uni Campus mit anknüpfendem Botanischen Garten entlang des Flussufers sein:

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Für andere Gebäude war ich dann nicht mehr zu faszinieren, weil ich die Natur und den Ausblick auf die Stadt gesehen habe…

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IMG_1316    IMG_1280        IMG_1301              IMG_1303

UndIMG_1318 dann habe ich mich über Mäuselöcher gefreut und interessiert rein IMG_1314geschaut, bis mir Rosemarie lachend erklärte, dass auf einer Insel wohl kaum Mäuse raus kommen, aber dafür Krebse! Ahhh! Ecklig!

Nach diesem Spaziergang sind wir dann weitergefahren in das Viertel der Reichen. Da stehen vielleicht ein paar Häuschen. Und der Ausblick auf die Stadt bzw. in die Feuchtgebiete ist auch unbezahlbar.

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IMG_1218 Auf eine besondere Art eindrucksvoll! IMG_1207Einen der bewachseneren Bereiche werde ich im Dezember zu Pferd erkunden. Da freue ich mich schon sehr drauf.

So und nun zum Highlight der letzten Tage: wie bereits erklärt, gibts hier ja viele Flüße und die müssen ja irgendwo ein Ende finden. Hier tun sie es im Pazifik. Auf dem Weg dorthin, sieht man knuffige Fischerdörfchen, einsame Inseln und man kann die Mündung am Flussufer/ Küste entlang nachverfolgen. Unbeschreiblich…

IMG_1356   IMG_1382 IMG_1366IMG_1373

 IMG_1413 IMG_1416  IMG_1478IMG_1423 IMG_1419 Für folgende Fotos muss erst dieses betrachtet werden, denn ichIMG_1451 saß ganz vorne am Abgrund, um die Aufnahmen zu machen 🙂

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Und auf dem Rückweg von dieser Erkundung durfte ein Bier in der örtlichen Brauerei (danke EinwanderungIMG_1494!) nicht fehlen. Prost und bis bald!

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Eine ganz besondere Feier zum 15. Geburtstag

Hola nach Deutschland! Die ersten Tage in meiner neuen Heimat auf Zeit sind vorüber und ich möchte euch einige erste Eindrücke und Erlebnisse schildern. Also, los geht’s …

Meine Ankunft in Valdivia am Mittwochmorgen war sehr herzlich und leider auch sehr regnerisch, als mich das Pastorenehepaar Ricardo und Rosemarie am Busbahnhof empfingen. Zuhause angekommen, bezog ich mein eigenes Zimmer und Badezimmer in einem typisch chilenisch gebauten kleinen schnuckeligen Haus (Fotos folgen).

In den folgenden Tagen begleitete ich die Beiden zu sämtlichen Angeboten und Einrichtungen ihrer Gemeinde: Gebetsstunde, Hauskreis, Frauenstunde, Café, Eheseminar, Jugendgruppe sowie dem Gottesdienst mit Sonntagsschule für die Kleinen. Mit meinen (noch) geringen Spanischkenntnissen war das teilweise sehr anstrengend und zugleich enorm lehrreich. Bei all dem wurde ich immer sehr herzlich begrüßt und empfangen. Leider muss ich jetzt schon sagen, dass ich mich in der lebendigen Gemeinde sehr wohlfühe… Zum Gottesdienst hatten die Frauen extra Kuchen gebacken, sodass wir anschließend zusammen Zeit verbringen konnten. Diese Geste ist schon sehr besonders, weil viele der Gemeindemitglieder in extrem ärmlichen Verhältnissen leben und nicht einmal Geld haben, sich Holz für den Ofen zu kaufen. Da es hier noch keine Zentralheizungen in den Häusern/ Wohnungen gibt, müssen die Menschen mit Holz Wärme schaffen und mit Gas den Kochofen anmachen.

Für einen ersten Eindruck zur Gemeinde habe ich Bilder zu den Räumlichkeiten gemacht. Dabei habe ich auch gleich eine Bitte 😉 Vielleicht fällt dem einen oder der anderen bei den Bildern sofort eine nette Idee zur Gestaltung der Räume ein. Ich freue mich über jede Idee, die einfach und ohne viel Geld umzusetzen ist!!!

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Ich bin für jede Idee dankbar 🙂

Das wohl überraschendste Ereignis in den letzten Tagen war der Geburtstag von Leticia, eine Jugendliche aus der Gemeinde. Sie feierte an diesem Wochenende ihren 15. Geburtstag. Aber nicht im kleinen gemütlichen Kreis, sondern gemäß dem amerikanischen Motto „My sweet 16“ (hier „Mis 15“) mit Lehrern, der gesamten Klasse, dem Pastorenehepaar (und mir) und anderen Bekannte, Freunde und Verwandte. Eine pompöse Dekoration und ein umfangreiches Programm durfte dabei nicht fehlen. Bilder der Feier findet ihr in der Gallerie. Hier ein paar Eindrücke:

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Aber nicht nur diese Feier war neu für mich. Auch von dem Einkauf auf dem Wochenmarkt und dem Besuch auf dem Fischmarkt will ich euch kurz erzählen.

Durch die Lage Valdivias ist die Stadt bekannt für ihre Fischvielfalt. Also, auf zum Fischmarkt! Zum Glück gibt es noch keine Fotos mit Geruch – Glück gehabt, lieber Schwager.

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Dieser OIMG_1009rt zieht nicht nur menschliche Fischliebhaber an… IMG_1010

Ich musste auch zweimal hinsehen!

–> Seelöwen, Möwen, Pelikane und viele weitere Vogelarten.

Und zum Schluss noch ein paar Eindrücke vom Gemüsemarkt. Gerade ärmere Bauern von außerhalb ziehen am Samstag mit einem Karren los und verkaufen ihre Ware vom Feld oder aus dem Meer.

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Was man hier gut und günstig kaufen kann und überall dazu und IMG_1006drauf und drunter isst, sind Avocados. Und leider…. Artischoken! Falls man keinen eigenen Zitronenstrauch hat, kauft man die Früchte extrem groß und extrem günstig auf dem Markt.

Und noch ein paar Spezialität aus dem Meer:

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Nun verabschiede ich mich vorerst mit den ersten Boten des Frühlings in Valdivia.

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Bienvenidos en Santiago

Ein herzliches Willkommen in Santiago! Ach, halt… Ihr seid ja gar nicht hier –

ICH SCHON 🙂

Nach einem recht gemütlichen Flug von Nürnberg nach Paris, stieg ich mit einem im Bus kennengelernten jungen Paar aus Regensburg am Flughafen Charles de Gaulle in den Flieger nach Santiago. Nach ein paar Turbulenzen hier, beruhigenden Worten des Pilotes dort und einem Gulasch zum Frühstück hatte ich nach knapp 12 Stunden einen unglaublich schönen Anblick, der mich das Vorherige vergessen ließ.

DiIMG_0941e Anden in voller Pracht. Frisch beschneit. Im Sonnenaufgang. Als Grenze zu Argentinien.

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Und ich wurde auch weiter nicht enttäuscht. Da ich am Nationalfeiertag (18.09.1810: Unabhängigkeit von Spanien) angereist war, erlebte ich dank meiner Gastomi Rosmarie, Chile in seinem vollen Verständnis als eigenständiges Land. Nationalflaggen an jedem Haus, Auto, Fenster, etc., Trachten, Tiere und Blumen der Nation, Volkstänze in großen Parks, Paraden auf den Straßen, Reden der Regierung und natürlich traditionelles Essen und Trinken: empanadas, mote con huerillos, pebre, chicha pisco sour, vino tinto, etc.

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Nur das Wetter entspricht bisher noch nicht dem (touristischen) Nationalverständnis, denn es ist für den September zu kalt (15°) und regnerisch. War ja klar, wenn ich komme…

So viel zu meinen ersten Tagen in Südamerika. Nächster Halt wird nun Valdivia sein. Hasta pronto!

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Die letzten Vorbereitungen

Was nehme ich mit? Was muss noch erledigt werden? Was erwartet mich in Chile? Habe ich an alles gedacht? Was ist, wenn…? Nur einige von vielen Fragen, die mich durch die letzten Tage vor meinem Abflug begleiten. Die Aufregung steigt. Ich ziehe es durch. Ich starte. Bis zum Abflug bleiben 8 Tage. Ich fliege nach Südamerika.

Backpacking. Ich erfülle mir einen Traum.

Lieber Leser/ Liebe Leserin,

herzlich Willkommen auf meinem Blog. Vielleicht hast du dich nur bei einer der vielen sinnlosen Suchen im Worldwide Web hierhin verirrt, vielleicht explizit nach mir gesucht – egal aus welchem Grund du hier bist, ich freue mich, wenn du mich durch mein nächstes Jahr begleitest. Ein Jahr der Auszeit in Südamerika. Neben einer Freiwilligenarbeit in Valdivia (Chile), steht eine Rundreise durch die anderen Länder Südamerikas auf dem Plan. Gemäß dem Motto: „Soweit mich die Sehnsucht (und das Konto) trägt.“

Also sei mit mir gespannt, was uns alles erwartet…

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